Genossenschaftsbanken des Landkreises blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück

Vorläufige Jahresbilanz weist durchweg positive Entwicklungen auf

2018 war erneut ein gutes Jahr für die neun Genossenschaftsbanken im Landkreis Cloppenburg. Alle banküblichen Kennzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt, die Zahl der Mitarbeiter stieg an und die Anzahl der Filialen und damit die Bargeldversorgung in unserem ländlichen Raum blieb stabil. „Das alles lässt uns optimistisch in das Jahr 2019 gehen“, bilanzierte der Sprecher der Kreisarbeitsgemeinschaft (KAG) der Volks- und Raiffeisenbanken sowie Spar- und Darlehenskassen im Landkreis Cloppenburg, Jürgen Fuhler, in seinem vorläufigen Jahresbericht.

Andreas Frye (Vorstandsmitglied Volksbank Bösel), Jürgen Fuhler (Vorstandsmitglied Volksbank Cloppenburg), Heinrich Flerlage (Vorstandsmitglied Volksbank Lastrup) | Foto: Pia van de Lageweg

So stieg das betreute Kundenvolumen im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres um 2,6 Prozent auf nun 5 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war dabei mit einer Steigerung von mehr als 3 Prozent auf über 2,3 Milliarden Euro erneut die Kreditvergabe. „Wir entscheiden schnell, wenn es um die Bewilligung eines Kredites geht, denn wir entscheiden vor Ort. Diese Flexibilität ist einer unserer größten Wettbewerbsvorteile und das honorieren immer mehr Privat- und Firmenkunden unserer Region“ erläutert Jürgen Fuhler, Vorstandssprecher der Kreisarbeitsgemeinschaft (KAG), die Entwicklung.

Doch auch beim Anlagevolumen, das mit knapp 1,7 Milliarden Euro um 0,6 Prozent über dem Vergleichswert liegt, verzeichneten die Banken eine leichte Steigerung. Insgesamt erreicht die Kreisarbeitsgemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbanken sowie der Spar- und Darlehenskasse somit wiederum ein gutes Ergebnis, das zwar leicht unter dem Vorjahresniveau, aber im Rahmen der Erwartungen liegt. „Der erwartete Jahresüberschuss wird sich 2018 in einer Höhe von ca. 26 Mio. € bewegen“ fasst Fuhler zusammen.

Mit diesem wirtschaftlichen Ergebnis schließlich, das für alle Banken positiv ausfällt, insgesamt bei rund einem Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme liegt und damit den Erwartungen entspricht, könnten Mitarbeiter und Mitglieder „sehr zufrieden sein“, ergänzt Andreas Frye, Vorstandsmitglied der Volksbank Bösel. So wachsen auch die Zahlen der Kunden und Mitglieder kontinuierlich weiter.

Mit Blick auf eine der Hauptaufgabenstellungen der Genossenschaftsbanken stellt der Vorstandssprecher der Kreisarbeitsgemeinschaft des Weiteren fest, dass alle Institute der KAG die Digitalisierung weiter vorantreiben. „Mittlerweile bieten wir mehr als 80 digitale Services an: Mit der VR-BankingAPP haben Kunden ihre Finanzen immer griffbereit auf dem Smartphone. Und wer heute Geld wie eine SMS versenden möchte, der nutzt ganz einfach KWITT“.

Die Digitalisierung der Bankservices folgt nicht nur geänderten Kundenbedürfnissen nach mehr Flexibilität, sondern ist auch Treiber eines sehr schnellen Marktes. Immer mehr Kunden nutzen diese smarten Services und holen sich damit ihre Bankfiliale genau dorthin, wo sie sie grade brauchen. Im Gegenzug eröffnet diese Veränderung im Kundenverhalten den Kundenberatern zeitliche Freiräume für die qualifizierte Beratung. „Zeit für das persönliche Beratungsgespräch in der Filiale ist und bleibt neben der weiteren Digitalisierung unsere Hauptaufgabe“, erläutert Heinrich Flerlage, Vorstandsmitglied der Volksbank Lastrup.

Noch im September werden die Volksbanken der Kreisarbeitsgemeinschaft die sogenannten „digitalen Karten“ einführen und damit das kontaktlose Bezahlen via Smartphone ermöglichen.